Oliver Schenk über die Folgen der IT-Infrastruktur im Gesundheitswesen

20. Juni 2017
Name: Oliver Schenk
Position: Abteilungsleiter Grundsatzfragen der Gesundheitspolitik und Telematik des Bundesministeriums für Gesundheit
Thema: Folgen des Rollouts einer IT-Infrastruktur im Gesundheitswesen

Was verändert sich durch die Digitalisierung des Gesundheitssystems?

Laut Oliver Schenk wird der vom Bundesgesundheitsministerium geplante Rollout einer vernetzenden IT-Infrastruktur nicht nur für einen erhöhten Datenaustausch zwischen Krankenhäusern und Patienten, sondern auch zu einem veränderten Arzt-Patienten-Verhältnis beitragen: Durch den gestiegenen Informationsgrad der Patienten, die sich oftmals schon vor dem Arztbesuch informieren, beispielsweise bei “Dr. Google”, erwächst eine größere Gesundheitskompetenz in der Bevölkerung.

Da gerade die deutsche Gesellschaft als die zweitälteste Gesellschaft weltweit starken demografischen Veränderungen unterliegt, soll die Telematik im Gesundheitswesen in ländlichen Regionen, in denen sich die Bevölkerung in den letzten Jahrzehnten nahezu halbiert hat, zu einer besseren Versorgung beitragen: Denn durch die umgreifende Bereitstellung von Patientendaten kann auch in diesen Regionen von den Erkenntnissen größerer Gesundheitsinstitutionen profitiert werden.

Um dies zu gewährleisten, sollen sowohl große Kliniken als auch kleinen Praxen an die IT-Infrastruktur angeschlossen werden, wofür bereits Finanzierungsregelungen vorgesehen sind.

Digital-Gipfel 2017Digitale InfrastrukturenE-HealthIKT-Standort Deutschland