Hermann Gröhe zur Digitalisierung internationaler Gesundheit

18. Juni 2017
Name: Hermann Gröhe
Position: Bundesminister für Gesundheit
Thema: Digitalisierung des Gesundheitssystems und internationale Zusammenarbeit bei Gesundheit

E-Health war das Fokus-Thema des diesjährigen Digital-Gipfels. Wie ist der Stand der Digitalisierung unseres Gesundheitssystems?

Laut Hermann Gröhe, Bundesminister für Gesundheit, gebe es keine Herausforderung im Gesundheitssystem, die nicht damit einhergeht, dass man alle Akteure mehr vernetzen sollte. Wir müssten die Chancen der Digitalisierung viel beherzter nutzen, betont er.

Für den Informationsaustausch steht der Kurs fest: “Der entscheidende nächste Schritt ist das Ausrollen einer sicheren Infrastruktur.”
Dafür gab es am 1. Juni den Beschluss für die Telematik-Infrastruktur Umsetzung und damit die Vernetzung von 70 Millionen Versicherten mit fast 200.000 Arztpraxen und fast 2.000 Krankenhäusern.

Auch bei internationaler Gesundheitspolitik sei die Digitalisierung wichtig: “Wenn es um grenzüberschreitende Gesundheitsgefahren geht, brauchen wir schnellstmöglichen sicheren Informationsaustausch.”, erklärt Bundesminister Gröhe.

Der Prozess der Erkennnung und Analyse von Krankheiten müsse deutlich schneller werden, dafür brauche es eine stärkere Vernetzung von Internationalen Informationen. Zudem sei heutzutage leider in einigen Ländern der Zugang zum Smartphone selbstverständlicher als der Zugang zu sauberem Wasser. Gerade für Gebiete, in welchen zunächst Basisinformationen und Grundsätze der Gesundheitssysteme umgesetzt werden müssen, könne man jedoch diese digitalen Geräte für die Verbreitung gesundheitlicher Informationen nutzen.

Digital-Gipfel 2017E-HealthPolitik