Brigitte Zypries über die Hürden für E-Health in Deutschland

13. Juni 2017
Name: Brigitte Zypries
Position: Bundesministerin für Wirtschaft und Energie
Thema: Hürden für E-Health in Deutschland

Das Gesundheitswesen soll durch die Digitalisierung profitieren – da sind sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Digital-Gipfels 2017 einig. Die derzeitigen Strukturen lassen grundlegende Prozessänderungen, so wie sie in anderen Branchen durch die Verwendung von Big Data und künstliche Intelligenz längst eingetreten sind, nicht zu.

Heutzutage sei die Situation für Start-Ups im Gesundheitswesen laut Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries  schwierig: Zum einen liege das an der aufwändigen Zulassung für Medizinprodukte. Zum anderen seien Krankenkassen nicht bereit, Produkte von Start-Ups in ihre Kataloge aufzunehmen. Diese Hürden wurden im Neun-Punkte-Plan für Digitalisierung im Gesundheitswesen des Bundeswirtschaftsministeriums kritisiert.

Die Lösung für diese Probleme sieht Zypries in einer vorgeschlagene Experimentierklausel, die es ermögliche, in einem abgesteckten Gebiet die spezifische Funktionsweise von neuen Andwendungen auszuprobieren und zu verstehen, welche Änderungen notwendig würden.

Ein anderes wichtiges Thema im Bereich E-Health sind Zypries zufolge Patientendaten, die insbesondere sehr wertvoll für Big Data Analysen sind. Zypries fordert, diese Daten zu anonymisieren um sie für Forschung und Wirtschaft nutzbar zu machen.

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